Green Sands: Hier könnt‘ ich ewig bleiben!

Ein wundervoller Platz: die Bucht von Green Sands.

Vielleicht liegt es daran, dass die Anfahrt so nervenaufreibend ist. Einmal in der Bucht von Green Sands angekommen, will ich hier gar nicht mehr weg. Wir sind die einzigen Camper weit und breit an diesem Abend – kein Wunder: Vorher haben wir uns mit unserem Truck eine Dreiviertelstunde über Felsen und durch tiefe Pfützen gequält. Zum Glück haben wir Vier-Rad-Antrieb, ohne den wäre dieses Abenteuer gar nicht möglich gewesen. Ordentlich durchgerüttelt stellen wir uns auf die Wiese oberhalb des Strandes und der rauen Klippe. Jetzt ein Bier! Oder zwei. Wir müssen uns erst einmal beruhigen. Doch auch hier, mitten in der Landschaft, kann der Abend nicht einfach so, ganz ohne neue Ereignisse, zu Ende gehen.

Abend an den Green Sands: Der Truck, die Campingstühle und wir. Ach ja: Und die Insekten.

Waren es am Abend vorher dicke Kröten, die mich in die Verzweiflung trieben, überraschen uns nun Insekten, die sich auf unserem Zeltdach breit machen. Sind das Heuschrecken? Oder Käfer? Oder Schaben? Irgendwas dazwischen. Wir besprühen die Zelteingänge mit fiesem Insektenspray. Die sollen schön draußen bleiben! Und ja, wir haben Glück, auch diese Tierchen haben nur wie wir einen Platz gesucht, wo sie friedlich zusammen den Sonnenuntergang genießen und noch ein Bierchen schlürfen konnten.

Vielleicht sieht man es auf dem Bild nicht sooo gut, aber der Sand ist wirklich grün.

Der mühsame Off-Road-Trip hat sich gelohnt. Am nächsten Morgen ist die Frühstücksmilch zwar hinüber (vermutlich wegen der turbulenten Fahrt), aber wir sind fast die ersten am Strand und können Green Sands richtig genießen, bevor die meisten anderen Touristen mit den Shuttles angekarrt werden. Der Sand ist wirklich grün. Die Wellen wild. Und die Sonne brutzelt uns auf die Haut. Wir stürzen uns immer wieder mit dem Body Board in die Wellen. Manchmal gelingt der Ritt über die Brandung. Mehrere Male reißen mich die Wellen brutal in die Tiefe. Meine Knie prallen auf den Sand. Green Sands wird bei mir wohl blaue Flecken hinterlassen. Aber was für ein Spaß!

Ups, da hat sich bei der turbulenten Fahrt zu den Green Sands doch glatt unser Kennzeichen hochgeklappt.
„You made it dirty!“, wird Mike später sagen, als wir das Auto abgeben. „I’m just kidding!“ Ja, das hoffen wir, denn wenn nicht mit diesem Wagen durch Green Sands, mit welchem dann?

Nachdem wir uns ausgetobt haben und von der Sonne langsam rot werden, heißt es zurück Richtung Hilo, noch mal hoch und runter, über Felsen und durch Pfützen. Diesmal finden wir aber eine etwas sanftere Strecke, auch weil wir einem Shuttle hinterherfahren. Unser Truck ist überall mit Schlamm besprenkelt, das Kennzeichen müssen wir nach dem Trip erst mal wieder richten. Aber für solche Touren ist dieser Wagen doch da, oder etwa nicht?

Ach ja: Und so sieht unser Truck aus, wenn das Zelt aufgebaut ist. Das geht ganz einfach: Das Zelt faltet sich auseinander, wenn man an der Leiter zieht.

2 Kommentare zu „Green Sands: Hier könnt‘ ich ewig bleiben!

  1. Hallo Inga, hallo Fabian, das sind ja abenteuerliche Routen, die ihr gefahren seid. Habt ihr euch eine kleine Menge von dem Olivinsand abgefüllt? Laut google gibt es den nur an 4 Stränden auf der Erde! Wenn man nach solchen Strapazen dann noch von komischen Tieren überfallen wird, ist das nicht nett. Aber zum Glück gibt es ja Insektenspray und … doch Bier auf Hawaii! In aufgebautem Zustand sieht euer Truck mit Zelt ja lustig aus, hält aber Tiere fern, die sich nur am Boden bewegen. Wir sind schon gespannt auf den Bericht über die Vulkane. Liebe Grüße von Mama und Papa

  2. Hallo ihr Genießer, die Bucht von Green Sands gefällt mir am besten. Anstrengende aberlohnende Fahrten,man gut,dass das Auto das mitmacht! Danke für eure anschaulichen Berichte, so können wir miterleben.

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