Top 5: Die schönsten Orte bei Barbate

Weiße Stadt auf einem Hügel: Vejer de la Frontera könnte man mit Schnee verwechseln.

Andalusien war einer meiner Sehnsuchtsorte für unsere Reise. Zunächst haben wir die Region Almería erkundet. In der Zeit haben wir in Carboneras gewohnt. Danach ging es weiter in die Fischerstadt Barbate, zwischen Tarifa und Cádiz, nahe Gibraltar (Titelbild: Vejer de la Frontera).

Mussten wir in Carboneras noch ein wenig kämpfen, mit Saharastaub, Siesta-Zeiten und wechselhaftem Frühlingswetter, war hier von Anfang an alles Sonnenschein: weite Sandstrände, wunderschöne Landschaften, Pinienwälder, abwechslungsreiche Dörfer und Städte, Pferde, Wind und Tanz, kurzum Aloha-Feeling und Flamenco-Vibes in einem – für mich ist das die perfekte Mischung. So lässt’s sich leben. Und auch Fabian blühte hier noch einmal mehr auf. Alle drei Tage sagte er: „Es ist so schön hier.“

Hier meine fünf Lieblingsorte rund um Barbate:

5. Bist du auch so neugierig wie ich? Ja, ich gebe es zu, ich schau gern mal nach, was sich hinter Fenstern und Türen verbirgt. In den Orten und Städten rund um Barbate lohnt es sich immer wieder, einen Blick in die Innenhöfe der Häuser zu werfen. Mit ihren Fliesen und Mosaiken haben die Böden und Wände mich an meine Marokko-Reisen erinnert. Sie sind kleine Oasen. Manchmal sind die Türen zu den Höfen weit geöffnet. Das kannst du als Einladung verstehen. Du darfst eintreten und dich umschauen, ohne die Hausbewohner zu stören natürlich. Ein kleiner Streifzug durch die Innenhöfe lohnt sich zum Beispiel in Cádiz oder auch in Vejer de la Frontera.

Casco antiguo: Hier saß ich gleich am ersten Tag und habe einen Mann kennengelernt, der mir viel über Barbate erzählt hat.

4. Klein aber fein: Das Altstadtviertel von Barbate, das casco antiguo, ist traumhaft, und gleichzeitig so schön normal. Vor allem morgens kann es hier sehr ruhig sein. Bei meinem ersten Besuch war ich fast allein im Viertel unterwegs. Du spazierst entspannt durch die Gassen. Die weißen Hausfassaden sind mit Blumenkübeln geschmückt. In der Calle particular hängen besonders viele bunte Kübel. In der Mitte des casco antiguo gibt es einen Platz, der dich zu einer Pause einlädt. Hier musst dich nicht weit laufen wie in anderen Altstädten, musst dich nicht beeilen, und ein Café findest du auch. Wenn du gerade in Barbate bist und einen Ort der Ruhe suchst, bist du hier richtig.

Strand in Zahara de los Atunes: Auf einem langen Holzsteg sind wir dem Sonnenuntergang entgegengegangen.

3. Auf Platz drei landen die Strände in und um Barbate. Zahara de los Atunes, El Palmar, Los Canos de Meca oder Barbate selbst – ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen Strand ich hier am schönsten finde. Alle sind weit, haben hellen, weichen Sand. Einige sind über Holzstege zu erreichen. Du gehst zwischen Dünen und Gräsern entlang zum Strand. Einfach nur schön. In einigen Küstenorten wie El Palmar oder Los Canos de Meca ist gut was los: Die Promenade oder der Hippie-Markt laden zum Bummeln, Frühstücken oder ab mittags zum ersten Bier in der prallen Sonne ein. Wer’s mag…

2. Vejer de la Frontera ist ein kleine, weiße Stadt, die auf einem Hochplateau liegt. Wenn du sie aus der Ferne siehst, könntest du die Häuser für Schnee auf Berggipfeln halten. So erging es Fabian auf jeden Fall. Vejer de la Frontera ist ein andalusisches Kleinod. Fahr unbedingt dort hin, wenn du durch kleine Gassen schlendern willst. Eine Stadtmauer umgibt die gesamte Altstadt, in der vieles an die Zeit der maurischen Besetzung erinnert. Schau auf jeden Fall hier und da in die Innenhöfe. In Vejer sind sie besonders blumig, denn die Bürger*innen beteiligen sich anscheinend an Floristen-Wettbewerben. Auch der Plaza Espana ist wunderschön und palmig. Dass du in Vejer auch in der Nebensaison nicht alleine flanierst, wirst du verkraften. Es ist zuuu schön.

Blick bis Barbate: Die Aussicht von der Klippe im Naturpark La Brena ist atemberaubend.

1. Mein absoluter Lieblingsort ist der Naturpark La Brena y Marismas. Er ist der schönste Wald, den ich je gesehen habe, wirklich. Du wanderst durch Pinienwälder. Es riecht nach Nadelbäumen, Lavendel und Rosmarin. Du kommst auf eine Klippe zu – wow! – von dort hast du einen tollen Blick über die Küste, bis nach Barbate. Atemberaubend. Dieser Aussichtspunkt ist das Sahnehäubchen in La Brena, dem Brokkoli-Wald, wie Fabian und ich ihn nennen. Zu allem Überfluss gibt es im Park mehrere, riesige Picknick-Plätze. Dazu einen lustigen Parkwächter, der dir gerne den Weg zeigt. Und wunderbare Hängematten-Plätze. Ein Wald wie aus dem Bilderbuch.

Fabian chillt in seiner Hängematte. Der Platz war aber gar nicht so einfach zu finden. Die Kronen der Bäume sind so ausladend, dass auch ihre Stämme meistens weit auseinanderstehen und die Hängematte zu kurz war.

Die Aloha-Vibes haben uns so entspannt, dass wir längst nicht alle schönen Orte in der Region Cádiz besucht haben. Zum Beispiel Gibraltar heben wir uns fürs nächste Mal auf. Es gibt noch so viel zu entdecken, so viel zu besichtigen und so viele Feste mitzufeiern. Andalusien, wir sehen uns wieder.

Fabian und ich on Air: Hört hier die erste Folge unseres Podcastes „Eine wilde Woche“.

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