Regenbögen ohne Ende und der Trail des Lebens

Fantastischer Blick ins Waimea Valley, den Grand Canyon von Hawai’i: Hier gehen wir einen der besten Trails, die man finden kann.

Kaua’i ist ein Wechselbad der Entdeckungen und Erlebnisse. Sonne und Regen, Sturm und absolute Windstille. Hier werden wir Camper immer wieder durchgeschüttelt, aber auch schnell wieder getröstet – mit den traumhaftesten Regenbögen der Welt. Sorry Oldenburg, aber so tolle und vor allem so viele habe ich wirklich noch nie im Leben gesehen. Wahnsinn.

Hinterlassenschaften des Sturms: Beim Wandern versperren uns Bäume den Weg.

Überall, am Strand und im Wald, stoßen wir noch auf die Folgen des Sturms: Treibgut, heruntergefallene Kokosnüsse, entwurzelte Bäume. In einer kleinen Bucht finden wir mit dem Moloaa Beach einen herrlichen Ort zum Entspannen. Dort genießen wir nach Wind und Kälte die Ruhe und wohltuende Sonne. Fabian streift mit seiner Kamera umher, und ich lese mal endlich die Südsee-Märchen, die ich mir auf den Kindle geladen habe.

Kleine Bucht auf Kaua’i: Hier sind ordentlich Kokosnüsse heruntergekommen.
Unser Camper Van: In diesem Bus leben wir fünf Tage. Schon schön, auch wenn einige Dinge praktischer eingerichtet sein könnte…

Das Fahren mit dem Camper macht mir Spaß, auch wenn drinnen Chaos herrscht. Wir schlafen darin wie die Murmeltiere, vor allem wenn wir uns beim Wandern mal wieder ein bisschen übernommen haben – wie hier: Auf Kaua’i gehen wir den besten Trail, den man auf Hawai’i wohl finden kann: einen Rundweg durch den Waimea Canyon, vorbei an einsamen Häusern, tollen Ausblicken ins grüne Tal, bis zu den Wasserfällen „Waipoo Falls“.

Auf einem großen Stück des Weges sind wir allein, weil alle vernünftigen Menschen nur vom Canyon Lookout bis zu den Falls gehen. Wir Verrückten erleben auf der langen Strecke einen überraschend abwechslungsreichen, matschigen Weg: Es geht über Wiesen, Felsen, Tannenzweige und Bäume, die wie Höhlen gewachsen sind. „Schon jetzt kann ich sagen, dass das der beste Trail ist, den ich je gegangen bin“, ruft Fabian voller Übermut.

Bis hier hin und nicht weiter: An den Waipoo Falls ist das Wasser zu tief, um hindurchzuwaten und den Rundweg fortzusetzen.

Ein etwas voreiliges Urteil, denn an den Falls können wir den reißenden Bach nicht überqueren – zu viel Wasser! Wir müssen umkehren und den ganzen Weg zurücktraben. Aber einen kleinen Schlenker über den Black Pipe Trail erlauben wir uns doch und geraten am Ende in den heftigsten Regen, den wir hier bisher erlebt haben. Klitschnass sind wir. Es hilft nichts, nach dieser Anstrengung ist eine Rückkehr in unsere geliebte Burgerbude Da Booze Shop dringend nötig. Der Verkäufer erkennt uns wieder und spendiert uns eine Portion Pommes extra. Im Sonnenuntergang am Strand trocknen wir anschließend unsere Schuhe, Hosen und Jacken.

Nach der Wanderung durch den Canyon trocknen wir unsere Sachen am Strand.

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